Dienstag, 21. November 2017

Positivdenker & Schicksalsweber

November 21, 2017 0 Comments

VOM SCHICKSAL UND EINER GESUNDEN PORTION EIGENINITIATIVE 
In meiner Lebensphilosophie ist das Schicksal nicht strickt vorgegeben, sondern veränderbar. Will heissen wir haben zwar nicht ganz alles, aber sehr vieles in der Hand. Unsere Gedanken und Taten entscheiden wie unsere Zukunft aussieht, oder besser gesagt aussehen kann und auch welche Konsequenzen wir für unsere Entscheidungen zu tragen haben. Diese Gedanken bestimmen aber auch, wie wir etwas erleben – also ob wir es positiv empfinden oder eher negativ.

Natürlich gibt es durchaus Situationen, die wir beim besten Willen nicht als positiv empfinden können und dennoch auch hier gibt es zwei Seiten. Es gibt die eine Seite, die das negative akzeptiert – zum Beispiel erlaubt sie uns Trauer oder Wut zu verarbeiten, was nur möglich ist, wenn wir auch negative Gefühle zulassen. Und dann gibt es noch die andere Seite, die nicht verarbeitet, also verdrängt und unterdrückt und das Negative somit nicht wahr haben will.

Das Wissen darüber jedoch ist das eine, das andere jedoch ist es auch wirklich zu tun, was uns bekommt. Wir wissen ja schliesslich auch, dass Sport gesund für uns ist, doch da gibt es so vieles, was uns trotzdem davon abhalten kann – aber dazu werde ich noch einen eigenen Artikel schreiben. Hier möchte ich mich erst mal dem positiven Denken widmen.

Auch mir fällt das nicht immer leicht und ich denke, jeder kennt das Gefühl, wenn man grundsätzlich ganz gerne positiver leben und sich nicht immer über Kleinigkeiten aufregen möchte, wenn da nur nicht immer diese blöden Situationen wären, die uns einen Strich durch die Rechnung machen und uns diese Lebensweise wieder mal furchtbar schwer machen.

Genau an diesem Punkt möchte ich ansetzen, denn wenn es uns gut geht ist das positiv Denken ja auch keine Herausforderung. Die wahre Kunst hingegen ist es, auch in unangenehmen Situationen positiv zu bleiben und das will geübt sein. Hier möchte ich deshalb einige meiner kleinen Alltagshelfer vorstellen, die vielleicht auch euch hilfreich sen mögen.


AFFIRMATIONEN
Das Wort Affirmation stammt ursprünglich aus dem Lateinischen und bedeutet nichts Anderes als das Bejahen einer Situation (affirmatiō für „Versicherung, Beteuerung“). Mit Hilfe einer solchen Affirmation können wir demnach lernen unser Leben anzunehmen, indem wir, etwas böse gesagt, unsere Gedankengänge umprogrammieren. Wir suggestieren unserem Bewusstsein die gewünschte Situation so lange, bis sie auch von unserem Unterbewusstsein nach und nach akzeptiert wird.

Eine Affirmation kann also unserem Unterbewusstsein klarmachen, was wir erreichen wollen, in dem wir unsere Gedanken ganz bewusst mit positiven Inputs beeinflussen. Wiederholte Gedanken werden zur geistigen Einstellung und gerade vor einer Prüfung zum Beispiel, kann eine positive Geistige Einstellung von besonderem Vorteil sein. In diesem Fall könnte die Affirmation lauten: „Ich schaffe es diese Prüfung zu meistern!“ oder aber um gelassen an die Prüfung zu gehen: „Ich bin gut vorbereitet und gehe gelassen an die Prüfung.“ Im Grunde genommen darf sich jeder seine Affirmation so zusammenstellen, wie es für ihn am besten passt. Achten sollte man aber auf folgende Dinge:

  • Keine Negationen in die Affirmation einbinden. Das heisst anstatt ich habe keine Angst, dass es nicht gelingt sollte man besser sagen: Ich bin zuversichtlich, dass es gelingt! / Es gelingt mir!
  • Die Affirmation sollte immer im Präsens gesagt werden. Also nicht „Ich werde die Prüfung meistern“ sondern „Ich meistere die Prüfung“. Schliesslich möchten wir nicht irgendeine Prüfung in der fernen Zukunft meistern, sondern die unmittelbar bevorstehende. Unsere Gedanken sollen sich also auf das was ist konzentrieren.
  • Es reicht nicht sich diese Affirmation einmal zu sagen und gut ist. Man muss sie auch glauben und diese Veränderung tritt nicht nach einmal sagen auf, sondern wird vom Unterbewusstsein erst nach einer gewissen Zeit akzeptiert. Deshalb sollte man sich immer mal wieder Zeit dafür nehmen, diese vielleicht auch zum Beispiel mal während einer Meditation einfliessen lassen!

SELBSTREFLEXION
Mit Hilfe der Selbstreflexion lernt man sich selbst besser kennen, das Positive daran ist, dass man weniger leicht manipuliert wird (das betrifft auch Selbstmanipulation!) Dadurch, dass wir uns selbst besser kennen und verstehen lernen, können sich ungewollte, uns schadende Gedanken weniger leicht einschleichen und uns somit auch weniger leicht beeinflussen - wir gewinnen an Eigenmacht und das ist es ja schliesslich was wir wollen, nämlich Macht über unsere eigenen Gedanken und unsere Lebensweise.
Es geht hierbei also vor allem auch darum bewusster zu Leben. Die Fragen, welche ich jeweils für mich verwende sind:
  • Wo stehe ich im Moment? 
  • Wo will ich hin? 
  • Was habe ich bis jetzt getan um dorthin zu gelangen? Auch: Weshalb habe ich auf diese Weise reagiert? 
Die Antworten auf diese Fragen können unter Umständen auch mal unangenehm sein. Allerdings geht es ja auch nicht darum dies der ganzen Welt mitzuteilen, wichtig ist, dass man ehrlich zu sich selbst ist. Schreibe dir die Fragen und Antworten dazu auf. Das kann auf einem Notizblock sein oder lege dir eine  Art Tagebuch zu, welches dir hilft auch zu einem späteren Zeitpunkt nachzulesen, was du noch vor ein paar Monaten auf dieselbe Frage geantwortet hast.

Überhaupt sind auch normale Tagebücher für eine Selbstreflexion bestens geeignet. Wie fühle ich mich gerade? Weshalb? Was kann ich tun um etwas zu ändern? All diese Fragen helfen sich selbst besser kennen zu lernen. Natürlich sollte jeder es so gestalten, wie es für ihn am besten ist.

  • Erstelle eine Liste mit guten und schlechten Eigenschaften. Achte darauf, dass beide Seiten etwa ausgeglichen sind und überlege dir, ob es Eigenschaften gibt, die auch zur anderen Seite passen könnten. 
  • Schreibe Tagebuch, plane es nicht, sondern schreibe einfach wie es dir gerade in den Sinn kommt. 
  • Alltagssituationen erforschen: Versuche Situationen im Alltag, welche dir gerade besonders auffallen zu analysieren. Weshalb reagierst du so darauf? Weshalb gehst du diesen Weg und nicht den anderen? Werte nicht, denn es gibt keinen guten oder schlechten Weg, aber überlege dir ob der von dir eingeschlagene Weg jener ist, der dich am glücklichsten macht. 
  • Meditation: Werde dir über Dinge bewusst, mit denen du am meisten Mühe hast umzugehen, Dinge die du an dir überhaupt nicht akzeptieren kannst. Meditiere darüber und versuche es nicht mehr als Problem, sondern als Herausforderung zu sehen! Ab dem Zeitpunkt wo du kein schlechtes Gefühl mehr dabei hast, sondern ein freudiges „Ich nehme die Herausforderung an“ bist du bereit, an dieser Eigenschaft zu arbeiten. Beobachte sie dann im Alltag, versuche nicht zu bewerte, aber überlege dir verschiedene Lösungen.
Noch was zum Schluss. Versuche nicht deine Antworten gross zu werten. Es geht hier nicht um gut oder schlecht, sondern darum sich selbst und seine Entwicklung zu beobachten. Wir wollen erkennen wie wir uns verändern.

ENTSPANNUNG
Entspannung hilft uns vom Alltag abzuschalten, aber auch unsere Gedanken zu sortieren und sie mit einem gewissen Abstand zu betrachten. Gerade wenn wir uns in einer Situation befinden, in der wir kaum mehr positiv denken können, kann es hilfreich sein sie erst mal beiseite zu legen und wieder zurück in unsere Mitte zu finden, bevor wir sie uns nochmals vor Augen halten.

Nun kann Entspannung für jeden etwas Anderes bedeuten. Für die einen bedeutet es zu meditieren oder ein wohltuendes Bad zu nehmen. Ich entspanne mich meistens beim Kochen, Musik hören oder bei einem ausgiebigen Spatziergang in der Natur. Aber auch Sport kann unter Umständen sehr entspannend sein. Egal was, die Hauptsache ist, dass wir uns ganz bewusst die Zeit dafür nehmen zur Ruhe zu kommen und das sollte nicht bloss eine Viertelstunde sein. Nimm dir Zeit für dich selbst und geniesse den Moment.

NEGATIVE GEDANKEN ZULASSEN
Was auf den ersten Blick widersprüchlich erscheinen mag, ist auf den zweiten Blick jedoch ein sehr wichtiges Thema. Wenn wir in der Lage sind auch mal negative Gedanken und Gefühle zuzulassen, ihnen den nötigen Raum geben, jedoch ohne darin gefangen zu bleiben, ist das für uns sogar sehr gesund. Wer hingegen alles negative unterdrückt, hat seine Probleme nur verdrängt, nicht allerdings verarbeitet.

Im grunde genommen ist es nicht anders als beim Aufräumen der Wohnung. Wenn wir alles, was nicht mehr passt oder uns belastet einfach in die Astellkammer schieben, wird sie ganz einfach irgendwann überfüll sein. Wenn wir es allerdings anständig entsorgen, dann wird es uns auch ganz sicher nie mehr belasten können. Wichtig ist, dass wir in der Lage sind zu akzeptieren, dass es uns nicht immer gut geht und wir eben nicht immer gut und positiv drauf sind. Sofern wir das können, jedoch auch bewusst sagen können, wenn es Zeit ist loszulassen und nach vorne zu schauen, bringt das unserer Psyche den nötigen Ausgleich. Wir lernen, dass eben nicht immer nur alles Licht & Liebe ist, wir aber dennoch am Ende bereit sind das Positive zu sehen und es somit auch anzunehmen. Wer hätte gedacht, dass positives Denken auch damit zu tun hat negativität zuzulassen?

Das waren natürlich nur ein paar wenige Tipps. Es gibt so vieles um sein Leben positiv zu verändern, sodass man selbst auch positiver leben kann. Was habt ihr für Methoden? Befasst ihr euch überhaupt damit?

Samstag, 11. November 2017

Gedanken zur Volksheilkunde

November 11, 2017 0 Comments
Die Alternativmedizin begleitet mich schon mein Leben lang und war schon immer ein wichtiger Bestandteil meines Alltags. Nicht nur wenn es darum ging Krankheiten zu heilen, sondern auch wenn es hiess gewissen Krankheiten vorzubeugen. Dabei bin ich besonders fasziniert von der Volksmedizin (auch Volksheilkunde), wie verschiedene Kulturen mit dem ihnen überlieferten Wissen um Krankheiten und deren Heilmethoden umgehen. 

EUROPÄISCHE VOLKMEDIZIN
Wenn ich hier von Volksmedizin oder Volksheilkunde spreche, dann meine ich in erster Linie die TEM/ TAM (Traditionelle Europäische Medizin, Traditionelle Abendländische Medizin), also die Medizin, welche im europäischen Kulturraum entstanden ist, wozu so einiges an älteren sowie auch neueren Praktiken gehört. Eine der bekanntesten volksheilkundlichen Praktiken ist die Phytotherapie, also die Heilung mit der Hilfe von Pflanzen. Doch auch die Lehren des Paracelsus, Pfarrer Kneipps oder der Hildegard von Bingen sind bis heute fester Bestandteil der Alternativmedizin Europas, nicht zu vergessen die Bach-Blütentherapie und Homöopathie.

VOLKSMEDIZIN: MEHR ALS SYMPTOMBEKÄMPFUNG 
Der grösste Unterschied zwischen der noch relativ jungen Schulmedizin und der Volksmedizin ist die Betrachtungs- und Herangehensweise. Während die Schulmedizin sich hauptsächlich auf Symptombekämpfung konzentriert, betrachtet die Volksheilkunde den Menschen als ganzheitliches Wesen, das mehr ist als reine Materie. Die Volksheilkunde integriert deshalb auchspirituelle und magische Praktiken, denn, man wusste früher schon, wenn der Körper krank war, so war es auch der Geist. Aus diesem Grund musste Heilung auch auf allen Ebenen stattfinden.

Spirituelle und magische Heilung hiess zum Beispiel der Krankheit ein Gesicht zu geben. Oftmals wurde diese Gestalt der Krankheit mit Hilfe von Träumen oder Trancezuständen in Form eines wurmartigen Wesens erkannt, deshalb existiert in unserem Wortschatz übrigens noch heute die Bezeichnung "etwas wurmt mich" oder "da ist der Wurm drin", wenn wir eine Situation beschreiben wollen, die nicht so ist, wie sie sein sollte.

Wenn man also jemanden von einer Krankheit heilen wollte, so war nicht nur wichtig welche Symptome die Person hatte, sondern auch die Antwort auf die Frage wo die Krankheit wurzelt, was sie ausgelöst hat. Auch die damit verbundene Behandlung stützde sich auf diese Erkenntis ab, so gilt bei der Phytotherapie nicht nur der Wirkstoff der jeweiligen Pflanze, sondern auch die Symbolik, welche die Pflanze mit sich bringt. Dies nur als kleines Beispiel zur Erläuterung wie dieses ganzhetliche Erkennen und Behandeln aussehen konnte. Auch heute noch folgt die Volksheilkunde diesem uralten Wissen, dass alles im Leen seine Balance braucht, so auch Körper und Geist.
 
ALLES NUR PLACEBO?
Ich muss zugeben, dass dieses Wort mich zum Schmunzeln bringt. Es versucht eigentlich etwas klein zu machen, was ihm nicht in den Kram passt, gibt ihm in Wahrheit aber noch mehr Kraft. Denn ist die Heilung einer Krankheit durch den Paceboeffekt nicht eigentlich ein Beweis, dass unser Geist zu Grossem im Stande ist, wenn man ihm diese Eigenmacht lässt? Zeigt es nicht, dass es mehr gibt, was uns beeinflusst, als irgendwelche Wirkstoffe, die man im Labor nachweisen kann? Und lässt uns das nicht noch einmal darüber nachdenken, ob diese "abergläubischen" Rituale, wie das Besprechen einer Krankheit, das Vergraben oder Übergeben, die wir heute belächeln vielleicht doch ihre Berechtigung haben? 
 
Was ist denn, wenn ich meine Krankheit "fortzaubere" indem ich sie in Form eines Tuches an einen Baum hänge, sie vergrabe oder sonstwie loswerde? Unsere Ahnen haben solche Methoden verwendet um gesund zu werden, manchmal erfolgreich, manchmal weniger erfolgreich.
 
Als naturspirituelle Person ist es mir wichtig die Balance zu waren, einen Weg zu finden, der mich nicht einschränkt, sondern mir möglichst viele Möglichkeiten offen hält gesund zu werden, oder gesund zu bleiben. Daher gehe ich beide Wege in symbiose, das eine schliesst das andere für mich nicht aus, sondern ergänzt sich. gegenseitig. Ich kann genauso auf schulmedizinische Praktiken vertrauen, wie ich auf Volksmedizinische Praktiken vertraue.Viele Faktoren spielen eine Rolle, denn nicht jeder Mensch, oder jede Situation ist für die selbe Heilweise bestimmt. Wo die Schulmedizin ihre Aufgabe oftmals darin sieht am Leben zu erhalten oder wieder lebensfähig zu machen, hilft die Volksmedizin wieder ganzheitlich gesund zu werden und das eigene Leben wieder lebenswert zu machen. Es ist also ein Zusammenspiel, ein Luxus, den wir heute haben beides gemeinsam zu nutzen um die für uns bestmögliche Gesundheit zu erlangen. Wer mit Volksheilkunde arbeitet ist bereit Eigenverantwortung und Eigenmacht für seine Gesundheit und sein Leben zu übernehmen. Wer mit Volksheilkunde arbeitet ist jemand der überlegt handelt und das tut, was für seine Gesundheit in der jeweiligen Situation am besten ist.

Dienstag, 7. November 2017

What's that thing with the cats?

November 07, 2017 2 Comments
Bildquelle
Dass ich ein absoluter Katzenmensch bin, kann ich beim besten Willen nicht abstreiten. Selbst wenn ich wollte, wäre es wohl eher verdächtig, wenn, wo immer ich mich in der Nähe einer Katze befinde, diese sich dazu entschliesst mein Schatten zu sein. Sie laufen mir nach, hüpfen ungefragt auf meinen Schoss und stupsen mit dem Kopf an meinen Arm um mir zu sagen, dass ich sie jetzt gefälligst streicheln soll.

Nun ok, Geheimnis gelüftet. Ich liebe Katzen, natürlich auch andere Tiere, aber Katzen und ich, das ist etwas ganz Besonderes. Erst heute wurde ich wieder einmal verdutzt angeschaut, als ich zu Gast war und der sonst so scheuhe Kater, der sich nicht gerne von Fremden streicheln lässt, ganz ungehemmt auf meinem Schoss Platz nahm und nicht mal im Traum daran dachte diesen wieder zu verlassen. Fazit, ich musste ihn am Schluss leider zwingen, da ich nun Mal nicht die ganze Nacht dort auf dem Stuhl hätte sitzen bleiben können.

Etwas ähnlches ist mir schon mal vor ein paar Jahren während eines Dates passiert. Ja, richtig gelesen, ich hatte ein Date und eigentlich war das nicht mir der Katz. Am Ende des Abends sass ich mit der Katze, die sich noch nicht mal nach Jahren gerne vom Besitzer streicheln liess, auf dem Sofa und würde auch von ihr zum königlichen Ohrkrauler ernannt. Unnötig zu erwähnen, dass mein Date nicht den von mir erwünschten Lauf nahm.

CAT TALK - WAS KATZEN MICH LEHREN
Ich bin wohl so etwas wie der Rattenfänger von Hameln, nur dass es bei mir Katzen sind, ich sie nicht fange und na ja, ich kann auch nicht wirklich ein Instrument spielen - zumindest nicht so gut, dass mir irgendjemand deswegen folgen würde.

Was also soll dieses Ding mit den Katzen? Ich glaube es gibt Gründe weshalb Tiere unsere Nähe suchen, weltliche und, na ja, auch andersweltliche. Es kann kein Zufall sein, dass Katzen mir derart wohlgesinnt sind, auch solche, die sonst so rein gar keine Menschen mögen und come on eine schwarze Katze, die keine Fremden mag und mich schon nach fünf Minuten nicht mehr hergeben möchte? Schon ziemlich auffällig, nicht wahr? Also ja, ich glaube, dass Katzen und ich einiges gemeinsam haben. Wir sind beide unabhängig, eigensinnig und selbstbewusst.

Als mir gestern während eines Gesprächs gesagt wurde, ich solle um einen spirituell angehauchten Blog  nicht zu viel Aufsehens machen und um der Götter Willen bestimmt nichts in die Richtung auf meinem Reiseblog mit einfliessen lassen, da ich sonst keine Aufträge mehr bekäme, hörte ich das sanfte Schnurren des Katers auf meinem Schoss. Ich hörte es so tief in mir drin, dass alle Worte nur noch einem dumpfen Ton ähnelten. Tatsächlich sträubte sich in mir alles, als ich diese Worte hörte, denn wie sollte ich meinen beiden Blogs ihre Seele nehmen? Nur für Geld? Oder für mehr Leser? Nein, das entspricht mir nicht, auch nicht dem woran ich glaube, denn ich glaube, dass wir Menschen grundsätzlich nicht so oberflächlich und mainstream sind, wie es uns die Medien glauben machen wollen. Ich weiss, dass viele von uns nicht mehr nach tief mittelalterlichen Regeln leben wollen, wo Frauen ihr Frausein nicht feiern dürfen und wo Hexen noch als Teufelsanbeterinnen verbrannt werden. Ich glaube auch, dass es vielen von uns nicht scheissegal ist wie wir mit unserem Heimatplaneten umgehen, dass Nachhaltigkeit und ein ausgeglichenes Ganzheitliches Leben zu einem immer wichtigeren Thema wird, das wir nicht einfach der Oberlfächlichtkeit wegen totschweigen sollten. Also nein, ich werde auch in meinem Reiseblog Ard de vivre diese Themen mit einbeziehen, denn ich glaube, dass all das nicht nur Zuhause, sondern auch auf unseren Reisen eine wichtige Rolle spielt.

Weshalb also nicht darüber schreiben? Weshalb diese Erkenntnisse nicht miteinander teilen? Unsere Stimmen erheben und das Bunte in die von Grautönen scheinbar überwucherte Welt zu bringen? Ich weiss ich passe nicht rein, bin nicht der typische Kunde, der sich alles aufschwatzen lässt und ich weiss auch, dass sich einige vor dieser Buntheit fürchten. Aber das ist in Ordnung, ich habe mir mittlerweile nicht nur so akzeptiert wie ich bin, ich mag mich richtig gerne und ich mag auch andere Menschen, die bunt sind und für all die positiven, bunten und manchmal aus der Reihe tanzenden Menschen schreibe ich.

Montag, 6. November 2017

Selbst-bewusst-sein: Selbstbestimmt leben

November 06, 2017 0 Comments

Wie sehr ich es doch liebe früh morgens bei Kerzenlicht meine Gedanken aufzuschreiben. Wenn es dann draussen noch kalt und neblig ist, kann ich mich vor kreativen Ideen kaum retten. Das Interessante dabei ist, dass ich meine Affinität zum Internet, die mir doch immerhin so viele Möglichkeiten eröffnet meinen Film- und Entertainmentsüchten, aber natürlich auch meiner Liebe fürs Schreiben und Fotografieren nachzugehen, an diesem Punkt allerdings gerne mal ohne Vorwarnung aufhört. Ich mag es meine Ideen von Hand zu notieren, meiner anderen Sucht, der Kritzel-was-aufs-Papier-Sucht nachzugeben. Die Ideen kommen beim Schreiben auf dem Laptop selten so fliessend, also erlaube ich mir bewusst wieder mal ganz oldschool zu sein.

BEWUSST LEBEN
A propos bewusst, das Thema des bewussteren Lebens begleitet mich schon seit vielen Jahren. Ich bin von Natur aus jemand, der bewusst wahrnehmen will, mit allen Sinnen entdecken will, und ich merke, wenn ich es längere Zeit nicht tue, mich im Alltagstrott verlieren und zu einem der Zombies, werde, die mir täglich im Zug begenen, bekommt es mir überhaupt nicht gut. Zum Glück gibt es im Zug aber auch die Anderen, nämlch die, die mich daran erinnern bewusst zu leben. Kinder zum Beispiel, aber auch die Dame mit den blauen Haaren, dem viel zu grossen Pullover und dem Hut, über dessen Farben ich mir bis heute noch nicht wirklich im Klaren bin - zumindest hoffe ich, dass sie sich bewusst so kleidet, denn sonst oweh ...

Aber ich schreibe das hier nicht um über bewusste oder unbewusste Entscheidung anderer zu berichten, sondern weil ich dich, mich und uns dazu ermutigen will, täglich bewusst Zeit zu nehmen um sich über dieses bewusste Sein, dieses Bewusstsein im Klaren zu werden. Götter, jetzt wird es kompliziert. Na ja, ihr versteht hoffentlich was ich meine.

SELBSTBEWUSST UND SELBSTBESTIMMT LEBEN
Dieses bewusst leben hat sehr viel mit zuhören zu tun. Sich selbst zuhören, seinen Wünschen und Träumen, aber auch seinen Ängsten. Für mich persönlich hat dieses Zuhören bewirkt, dass ich mutiger geworden bin das auszusprechen was ich fühle, für das einzustehen, was meiner tiefsten Überzeugung entspricht - mein Herz zu öffnen. Das neu erlangte Selbstbewusstsein führte rasch zur Selbstbestimmung und zu einem selbstbestimmten Leben. Der Nachteil? Leute, die andere gerne manipulieren und herumkommandieren wollen seither nicht mehr meine Freunde sein. Hey, shit happens. Dafür lernte ich auf einmal viele wunderbare, mutige und selbstbewusste Menschen kennen, die ihrerseits ihre Leben auf ihre ganz eigene, selbstbestimmte Weise leben. Tja, wie es aussieht zieht Gleiches tätsächlich Gleiches an.

Wenn wir also tatsächlich selbstbestimmt leben wollen, dann müssen wir uns auch so verhalten und dementsprechend handeln. Wenn ich mir einmal am Tag, sei es nur eine Viertelstunde, Zeit nehme mir darüber bewusst zu werden, weshalb ich etwas so tue, wie ich es tue, dann eröffne ich mir selbst die Möglichkeit Dinge zu ändern, die mit gut tun, die mir nicht entsprechen und die ich ändern möchte, oder natürlich etwas beizubehalten, was schon so richtig gut ist, wie es ist.

Für mich ist diese Zeit meistens früh morgens, wenn meine Gedanken noch frei sind und nicht überhäuft wurden von täglichen Eindrücken. Ich nehme mir einen Stift und den Notizblock, den ich immer auf meinem Nachttisch habe (hauptsächlich wegen spontaner Eingebungen für den Blog und so ...) und beginne zu schreiben. Wo komme ich her? Wo stehe ich? Wo will ich hin? Was inspiriert mich und welche neue Ideen habe ich? Es gibt unzählige Fragen, die ich mir stelle und mit etwas Glück kann ich mir die eine oder andere auch beantworten. Am Ende ist für mich nur wichtig, dass ich sicherstelle in meinem Leben niemals stehen zu bleiben, den Blick nach vorne zu richten und mein Leben zu gestalten.


Mittwoch, 1. November 2017

Samhain, Samhuinn oder Halloween - Das Fest der Ahnen

November 01, 2017 0 Comments



Das allseits bekannte Fest Halloween, abgeleitet von All Hallow’s Eve, was so viel heisst wie der Abend vor Allerheiligen, kennt man heute vor allem wegen des kommerzialisierten Festes aus den Vereinigten Staaten. Man könnte meinen kaum einer kennt mehr die wahre Bedeutung dieses Festes, obschon seine ursprüngliche Tradition viel älter ist, als oftmals angenommen.

Halloween oder Oidhche Shamhna wie das Fest noch heute im Neuirischen heisst, wovon im Übrigen auch die neuheidnische Bezeichnung Samhain stammt, trägt seine Wurzeln in keltischer Kultur. Schon damals wurde dieser Zeit im Jahr eine ganz besondere Atmosphäre zugeschrieben, es war der Beginn der dunklen Jahreshälfte, in der die Tage schon spürbar kürzer und die Nächte länger wurden. Die letzten Monate, in denen sich das Leben meist draussen abgespielt hat, sind nun vorbei. An ihre Stelle tritt das innere Leben, die ruhige Zeit im Jahr – unser Blick richtet sich nach innen. Sein Gegenstück im Jahreskreis ist Beltane (Walpurgis) im Wonnemonat Mai, bei dem die erschaffende, fruchtbare und vitale Seite des Lebens gefeiert wird, doch dazu zu gegebener Zeit mehr.

Samhain hingegen zeigt uns die Vergängliche Seite, den Tod und das Unbekannte, vor dem wir uns gerne fürchten. Dennoch sollte dieses Totenfest nicht ausschliesslich als Trauerfest oder gar etwas Schlechtes verstanden werden, denn obschon wir um unsere verstorbenen Ahnen trauern dürfen, ist ein Verständnis für Werden und Vergehen als Kreislauf des Lebens ein ganz natürlicher Vorgang. Der Tod ist kein Ende, er ist Metamorphose und somit vor allem auch Neuanfang – ein Teil dieses Kreislaufs eben. Mutter Natur wiederspiegelt diesen Prozess jedes Jahr von neuem. Es ist die Zeit der Ahnen und tiefen, erdverbundenen Zustände, aber auch die Zeit in der die Schleier zwischen Diesseits und Jenseits gelüftet sind und wir gegenseitig den ein oder anderen Blick in die uns ansonsten eher unbekannte Welt werfen können.

Samhain zeigt uns unsere Schatten, das was wir oft am liebsten nicht anschauen würden – unsere Ängste. Zu Halloween schauen wir in den Spiegel, es ist das Tor zum Jenseits das uns zeigt woran wir arbeiten können. Welches Ängste wir uns anschauen und überwinden sollen. Obwohl Samhain also durchaus gruselig und angsteinflössend sein kann, lehrt und diese Angst sehr vieles über uns selbst. Wenn wir an unseren Inneren Dämonen, unseren Schatten arbeiten, dann können wir daran wachsen und gestärkt aus diesem symbolischen Tod herausgehen, wir können sozusagen neu geboren werden.


BRÄUCHE UND TRADITIONEN ZUM FEST DER AHNEN
Heute kennen wir die ursprünglichen Ahnenfeste vor allem dadurch, dass wir Kürbisse aushöhlen, die wir dann mit einem Licht vors Fenster stellen um den Andersweltwesen den Weg zu weisen, oder womöglich auch dadurch, dass wir die Gräber unserer verstorbenen Verwandten besuchen und eine Kerze anzünden – dieser Brauch des Ahnenlichts ist nichts Neues und wurde schon in Vorchristlicher Zeit auf die eine oder andere Weise in Europa gepflegt.


Es ist aber auch die Zeit im Jahr, in der wir die guten Ahnengengeister zu uns an den Tisch bitten um uns den erwünschten Segen zu bringen, oder wichtige Fragen zu stellen. Aus dem englischsprachigen Bereich kennen wir das sogenannte Dumb Supper - das Stille Mahl. Bei diesem Mahl wird auch für unsere Ahnen ein Teller angerichtet, sie werden eingeladen mit uns zu speisen.
Allerdings sollte sich in Acht nehmen wer sich zur dunklen Stunde draussen herumtreibt, denn die Schadensgeister wiederum sind uns nicht so wohlgesinnt, weshalb es ratsam ist sie auch in Ruhe ihres Weges ziehen zu lassen, so zumindest sagt man.

BRÄUCHE UND TRADITIONEN IN DER SCHWEIZ 

Räbeliechtli, Räbeliechtli,
wo gasch hii?
I de dunkle Nacht,
ohni Schtärneschii,
da mues mis Liechtli sii.
Räbeliechtli, Räbeliechtli,
wo bisch gsii?
Dur d’Strass uuf und s’Gässli ab,
Gäll Liechtli lösch nöd ab.
Räbeliechtli, Räbeliechtli,
wänn gahsch hei?
Wänn de Biiswind blast
und mer s’Liechtli löscht
dann gahn ich wider hei. 

Dieses Lied kennt bei uns jedes Kind. Auch das Wort Halloween ist heutzutage jedem Kind ein Begriff und, wie wir eben erfahren haben, kennt man das Fest in  naturspirituellen Kreisen unter dem Namen Samhain oder Samhuinn, doch wenn ich jetzt nichtsahnend mit dem Begriff Räbeliechtli komme, dann werden wohl die meisten erst mal verdutzt schauen. Auch bei uns in der Schweiz ist ab November Geister- und Ahnenzeit. Den 1. November kennen wir als Allerheiligen, wo man die Gräber der verstorbenen Verwandten besucht und am 11.11. beginnt bei uns die Fasnacht, die dann den ganzen Winter bis zum Aschermittwoch dauert - erst dann werden die Wintergeister wieder zur Rückkehr in die Anderswelt gebeten, in dem man sie mit lauten Geräuschen und schrecklichen Masken vertreibt. Doch zum Thema Fasnacht werde ich euch zur gegebener Zeit noch mehr berichten.

Wer an Halloween denkt, der denkt automatisch auch an die ausgehöhlten Kürbisse. Ein ähnlicher Brauch der Ahnenlichter kennen wir in der Schweiz auch, obschon dieser heute kaum mehr als solcher erkannt wird. Dieser Brauch, der Räbeliechtli genannt wird und aus dem alemannischen Raum stammt, ist dem der Kürbisse sehr ähnlich. In der Schweiz werden allerdings Herbsträben statt der Kürbisse ausgehölt und beleuchtet. Auch die Motive sind keine Gesichter, wie bei den berühmten Jack O'Lanterns, sondern viel eher Sterne, Sonne und Mond. Ganz traditionell folgt dann am Abend der Räbeliechtli Umzug bei dem die Kinder mit ihren verzierten Räben durch die Strassen ziehen und ein wenig Licht in die Dunkle.

Weitere interessante Artikel:

Zeit auszubrechen

November 01, 2017 0 Comments
Herzlich willkommen auf Fuck normal get wyrd!

Pünktlich zu Samhain, oder Halloween, was den meisten wohl eher ein Begriff sein wird, rufe ich diesen neuen Blog ins Leben - ein persönliches kleines Reich und der Beginn einer neuen, fantastischen Reise (zumindest male ich es mir so in meinen Gedanken schon mal aus).

Nachdem ich seit nun bald vier Jahren meinen naturspirituellen Reiseblog Ard de vivre führe, war es für mich an der Zeit auszubrechen. Nicht etwa, dass mir die Berichte übers Reisen verleidet wären, im Gegenteil, ich liebe es nach wie vor und geniesse jede einzelne meiner Entdeckungen. Doch hier soll Raum entstehen für die Seiten meiner Lebensphilosophie, die einfach nicht so ganz in einen Reiseblog passen wollen, nicht mal in einen Reiseblog für Naturspirituelle.



DIESER TITEL, WAS ZUM ...?
Diesen zugegebenermassen ziemlich provokativen Titel habe ich gewählt, weil ich der Meinung bin, dass wir viel öfter den Mut haben sollten aus dem "Normalen" auszubrechen. Wir sind ständig damit beschäftigt uns der Gesellschaft anzupassen, sei es bei der Arbeit, bei einer Familienfeier oder sonst irgendwo im Alltag. Das ist an sich nichts Schlechtes, doch manchmal fällt es uns schwer auch mal aus diesen Rollen auszubrechen. Mir zumindest geht es so und daher passt die Bezeichnung scheiss auf normal, werde selstam doch ganz gut, oder etwa nicht?  An diesem Ort darf ich ich sein - unverblümt, ehrlich und authentisch.

Vielleicht bist du eine Gleichgesinnte Person, die es ebenso wagt aus dem Normalen auszubrechen, autenthisch zu sein? Dann fühle ich herzlich willkommen, ich lade dich ein mich ein Stück auf meiner Reise zu begleiten.