Sonntag, 31. Dezember 2017

Konsumbewusst leben - besitzen oder besessen sein?

Dezember 31, 2017 2 Comments
BEFREIUNG VOM ÜBERFLUSS
Mit dem Thema konsumbewusstes Leben beschäftige ich mich schon seit einigen Jahren und manches konnte ich auf meinem bisherhigen Weg auch schon umsetzen. Wie zum Beispiel ein Autofreies leben zu führen, nach und nach auf vorwiegend nachhaltige und naturfreundliche Kosmetik umzusteigen, oder meine Ernährungsumstellung, die nicht nur mehr Balance in meinen Kühlschrank sondern auch in meinen Körper gebracht hat.

KONSUMBEWUSST - MÖGLICHST UNABHÄNGIG LEBEN
Konsumfrei beziehungsweise konsumbewusst zu leben bedeutet für mich vor allem mich vom Überfluss materieller Dinge, aber auch vom Überfluss ungesunder Glaubenssätze und Lebensweisen zu befreien und bewusster zu leben. Für mich persönlich bedeutet es allerdings nicht, mir grundsätzlich alles zu verbieten oder auf alles zu verzichten. Für mich bedeutet es viel mehr mich so wenig wie möglich vom gängigen Konsumzwang unserer Gesellschaft beeinflussen zu lassen, mich nicht davon abhängig zu machen und erst recht nicht mich irgendwie darüber zu definieren und davon besessen zu sein.

DAS WERDE ICH 2018 UMSETZEN
Natürlich werde ich auch im neuen Jahr ein paar neue Schritte in Richtung Konsumfreiheit machen:

WEG VOM MATERIELLEN ÜBERFLUSS
Zwar war ich noch nie jemand, der besonders viel Materal anhäuft und immer von allem das neueste braucht. Dennoch sehe ich hier durchaus Potential mir über meine Käufe bewusster zu werden. Es gab in der Vergangenheit schon das eine oder andere, was ich im Nachhinein wohl nicht mehr gekauft hätte, aus welchen Gründen auch immer. Da frage ich mich oft: war das jetzt wirklich nötig? Hier gehört für mich sehr viel Intuition dazu, auf mich selbst zu hören und abzuwägen - eben bewusster damit umzugehen.

Was ich ganz vermeiden möchte zu kaufen: 
  • Dekoartikel (hab ich genug davon, was ich dennoch brauche, kann ich auch selbst machen)
  • Plasticksäcke (ich habe genügend Taschen Zuhause, die ich benutzen kann)
  • Plastik allgemein (versuche ich so gut es geht zu reduzieren)
  • Kleider (die ich nicht wirklich brauche, kaputtes ersetzen ist, falls nötig ok)

MEHR SELBSTGEMACHTES
Selbstgemachtes braucht Zeit, zum Teil sogar viel Zeit. Zeit, die ich teilweise nicht zur Verfügung habe (ihr wisst schon, Arbeit und so). Dennoch will ich versuchen soviel wie möglich selbst zu machen, einen Blogpost habe ich diesbezüglich schon für euch vorbereitet, den werde ich übrigens gleich im neuen Jahr mit euch teilen. Hier geht es darum meine Zeit bewusster einzuteilen, abzuwägen wo Selbstgemachtes Sinn macht und wo es sich dann vielleicht doch eher lohnt zu kaufen. Wenn kaufen, dann aber auch hier möglichst bewusst und sinnvoll.

WENIGER ZUCKER
Auch wenn meine Ernährung schon seit Jahren ein sehr präsentes Thema in meinem Leben ist, habe ich nach wie vor Mühe meinen Zuckerkonsum stark einzuschränken. Softgetränke zum Beispiel fehlen micht überhaupt nicht und auch Zucker im Tee brauche ich keinen und selbstgemachte Desserts süsse ich mit Alternativen. Dennoch würde ich gerne auch mal ganz ohne Süssigkeiten im Alltag auskommen, was mir zugegebenermassen sehr schwer fällt. Meistens nehme ich nach dem Abendessen noch etwas Süsses zu mir, was ich eigentlich völlig unnötig finde - wenn da nur nicht diese Lust wäre ... Also das wird für mich auf jeden Fall eine Herausfoderung.


ALTERNATIVEN FINDEN
Gerade im Bereich der Kosmetik geht bei mir noch mehr. Was Shampoo und Duschpflegeprodukte angeht, habe ich schon vor Jahren umgestellt, aber Deo und Schminke, da darf es dann doch noch einen Schritt weitergehen - zum nächsten Level sozusagen. Auch was den Plastikkonsum angeht möchte ich stark zurückschrauben, mehr darauf achten, wieviel Müll ich allgemein produziere diesen reduzieren und alternativen finden, die umweltfreundlicher sind.

Durchs Jahr wird mir bestimmt noch mehr ein- beziehungsweise auffallen. Das nehme ich dann einfach spontan mit auf die Liste. Ich bin gespannt wie ich mit dieser neuen Challenge umgehen werde. Erfahrungsgemäss gibt es immer Dinge, die mir leichter fallen werden, wo anderes mich richtig schwer fällt, wieder anderes schaffe ich vielleicht überhaupt nicht, oder ich überrasche mich selbst und wo ich dachte, es würde mir schwer fallen, wird es ganz einfach.

Ihr Lieben, mit diesem kleinen Inspirationspost für mehr Nachhaltigkeit und ein bewusster gelebtes Leben wünsche ich euch einen zauberhaften Rutsch ins neue Jahr.

    Donnerstag, 14. Dezember 2017

    Wie du dein Immunsystem auf natürliche Weise stärken kannst

    Dezember 14, 2017 0 Comments
    Hallo meine Lieben,

    Vor ein paar Wochen hatte ich das Thema Alternativ- und Volksmedizin schon einmal kurz angesprochen (Zum Artikel: Gedanken zur Volksheilkunde). Den natürlichsten Weg zur Gesundheit ist mir, wann immer möglich, wichtig, denn ich denke, dass wir auf diese Weise nicht nur uns etwas Gutes tun, sondern auch unserer Umwelt. Deshalb halte ich es auch für wichtig auf den eigenen Körper zu hören, ihn zu kennen und somit zu wissen, wann etwas nicht so ist, wie es sein sollte.

    Natürlich gibt es so einiges an natürlichen Heilmitteln, Tipps und Tricks um wieder gesund zu werden. Noch besser allerdings ist es, gar nicht erst krank zu werden. In diesem Blogpost möchte ich deshalb ein paar der wichtigsten Faktoren auflisten, die mir helfen mein Immunsystem zu stärken und somit möglichst unanfällig für Krankheitserreger zu werden. Ich hoffe sie können auch euch eine Hilfe sein. 

    ENTSPANNUNG IST WICHTIG
    Stress ist in unserer heutigen Welt wohl einer der bekanntesten Immunschwächer und Krankmacher. Allerdings spreche ich hier nicht von kurzzeitigem Stress, den kennen wir alle und, auch wenn er uns müde macht und schwächt, im Normalfall erholen wir und relativ rasch und gut davon.In kleiner Menge ist er sogar sehr gut für uns, denn er kann uns helfen Leistungen zu bringen, die wir ohne ihn nicht bringen würden. Dauerhafter Stress jedoch ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, denn davon können wir uns kaum mehr erholen, kein wunder also dass er einer der Faktoren ist, die unser Immunsystem schwächen.

    Nun sind solche Phasen natürlich nicht immer ganz zu vermeiden. Damit wir also dennoch, trotz einer solchen Situation im Ausgleich bleiben, ist es wichtig die Balance zwischen diesem Stress und der Entspannung zu finden. Sind wir bei der Arbeit einem solchen Stress ausgeliefert sollten wir umso mehr darauf achten in unserer Freizeit etwas zu haben, das uns entspannt und uns Ausgleich bringt.

    Genauso wichtig ist jedoch genügend Schlaf. Damit unser Körper während der Nacht genügend Antikörper produzieren kann, braucht er mindestens sieben Stunden Schlaf. Wer also über längere Zeit regelmässig weniger Schläft, läuft Gefahr seinen Körper zu schwächen und ihn somit für Krankheitserreger einfacher zugänglich zu machen.

    Wer übrigens Mühe haben sollte mit dem Einschlafen, der sollte sich ganz bewusst Zeit nehmen und sich ein kleines Ritual ausdenken, welches er jeden Abend vor dem Schlafen gehen bewusst ausführt. Sei es nun lesen, fernsehen, meditieren. Ganz egal, Hauptsache ist, es sollte den Körper entspannen und ein Signal an unser Bewusstsein senden, damit unserem Hirn bewusst wird, dass wir uns nun langsam aber sicher hin zur Schlafphase bewegen. So ähnlich handhaben es Profisportler übrigens auch um sich vor einem Wettkampf mental auf das Bevorstehende vorzubereiten. Solche Rituale sind gut für den Rythmus unseres Körpers und bereitet ihn auf das vor, was ihm bevorsteht.


    FINGER WEG VON ALKOHOL & CO
    Alkohol und Rauchen sind für unser Immunsystem, wie bei Potenzproblemen im übrigen auch, sehr schädlich. Je mehr und vor allem je häufiger wir Alkohol wir trinken oder rauchen, desto mehr vergiften wir unseren Körper und schwächen ihn damit. er ist dann damit beschäftigt diese Gifte zu eliminieren und nicht mehr in der Lage genügend Abwehr gegen Krankheitserreger zu bieten.

    Natürlich wird uns die Ausnahme nicht gleich eine Krankheit einbringen, wenn wir jedoch ohnehin schon geschwächt sind sind diese zwei Dinge nicht unbedingt unsere besten Freunde. Ich denke, mit Suchtmitteln allgemein sollten wir ohnehin behutsam umgehen und nicht leichtsinnig damit handeln.


    AUF EINE AUSGEWOGENE ERNÄHRUNG ACHTEN

    Abwechslungsreich essen
    Eine Ausgewogene Ernährung ist unabkömmlich für einen gesunden Körper. Wie sagt man so schön? Du bist was du isst – Dieser Satz ist gar nicht so falsch. Und wenn ich hier von abwechslungsreich und ausgewogener Ernährung spreche, meine ich keine Abmagerungskur, durch irgendwelche speziellen Diäten, sondern ganz einfach eine möglichst vielfältige Ernährung. Natürlich kann die von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich sein, je nachdem ob wir Omnivore, Vegetarier, oder Veganer sind wird die Priorität unserer Ernährung natürlich ganz anders gesetzt. Doch selbst wenn wir durch unsere Ernährungsphilosophie eine Beschränktere Auswahl an Essen haben sollten, gibt es stets genug um am Ende einen gesunden Ausgleich zu finden.

    Nehmen wir Gemüse als Beispiel, das wir in vielen Fällen nach Farbe aussuchen können. Fürs Immunsystem sind nämlich besonders Gemüsesorten mit roter, gelber oder tiefgrüner Farbe vermehrt Beta-Carotin haltig und unterstützen somit unser Immunsystem. Aber selbstverständlich gibt es auch Früchte, die unsere Gesundheit unterstützen. Zitrusfrüchte sind da besonders hilfreich, wer jedoch lieber Produkte aus der Region nutzen mag, dem kann ich Kirschen oder Brombeeren empfehlen, auch schwarze Weintrauben unterstützen unser Immunsystem, oder aber wir greifen auf einheimische Kräuter zurück, wie zum Beispiel Holunder, der regelmässig als Tee konsumiert eine wunderbare Unterstützung für unseren Körper ist. Desweiteren sind die Ringelblume und die Zitronenmelisse hilfreich für unsere Abwehrkräfte.

    Von Zucker hingegen ist abzuraten, da es unser Immunsystem enorm schwächt.

    Ausreichend trinken
    Damit meine ich selbstverständlich keinen Alkohol und auch nicht unbedingt koffeinhaltige oder Süssgetränke (obschon auch das zwischendurch natürlich nicht fehlen soll), sondern vor allem Wasser. Unser Körper besteht zu fast 75% aus Wasser, kein Wunder also dass wir genügend Wasser aufnehmen sollen, nicht zuletzt um Gifte angemessen ausscheiden zu können.


    BEWEGUNG IST IMMER VON VOR VORTEIL
    Ich spreche hier nicht von Hochleistungssport, sondern von der Menge an Bewegung die noch im gesunden Bereich für unseren Körper ist.

    Jeden Tag etwa eine bis zwei Stunden rausgehen zum Beispiel und sich bewegen ist ganz einfach gesund. Wie intensiv man sich bewegen will, sollte jeder für sich und anhand seiner Möglichkeiten entscheiden. Doch egal ob beim Joggen, Spazieren oder Wandern, unser Körper ist in Bewegung und das ist gut für unseren Kreislauf.

    Andere trainieren lieber drinnen beim Fitness, ganz egal was es tut gut. Sollten wir allerdings unseren Sport drinnen ausüben ist es besonders wichtig, dass wir andere Möglichkeiten finden auch mal rauszukommen an die frische Luft.


    KRAFT TANKEN IN DER NATUR
    Fühlt ihr euch nicht auch immer wie ausgewechselt nachdem ihr draussen in der Natur wart, etwas frische Luft geschnappt und Sonne getankt habt? Ich zumindest schon und das hat auch seine Gründe.

    Durch die Sonneneinstrahlung schüttet unser Körper einerseits Serotonin aus, ein Glückshormon, das stimmungsaufhellend wirkt, und auch gleichzeitig eine Stresssenkende Wirkung auf uns hat. Aber auch Vitamin D nehmen wir durch die Sonneneinstrahlung auf unserer Haut auf, welches wichtig für unsere Abwehrkräfte ist. Selbstverständlich sollte man das Sonne tanken aber auch nicht übertreiben. Der Ausgleich macht’s eben auch hier.

    Also raus in die Natur und der Gesundheit etwas Gutes tun! Was tut denn euch besonders gut? Habt ihr noch weitere Tipps und Methoden, die eure Immunsystem stärken?

    Dienstag, 5. Dezember 2017

    Die Ursprünge des Samichlaus und Weihnachtsmanns

    Dezember 05, 2017 0 Comments

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    Samichlaus du liebe Maa... (Nikolaus du lieber Mann), so beginnt einer der bekanntesten Nikolaus Sprüche bei uns in der Schweiz. Wir kennen viele verschiedene Samichlausbräuche und schon die kleinsten Wissen, wenn’s Glöggli lütet, dann ist der Chlaus nicht weit. Er ist es, der Geschenke uns Segen bringt, sowohl fürs Haus, wie auch für dessen Bewohner und sogar den Tieren ist er wohlgesinnt.

    VON SEGENSBRINGERN, GEWEIHTEN NÄCHTEN UND SCHORNSTEINEN
    Heute kennt man ihn unter vielen Namen, doch egal ob Samichlaus, Nikolaus, Sinterklaas oder sogar Weihnachtsmann, seine Ursprünge sind dieselben – er symbolisiert  den Geist der Geweihten Nächte. Er ist es, der den Segen bringt und das, wie wir wissen, auf verschiedenste Weise.

    Schon zu Zeiten der Germanen, als die Winterzeit noch vom Wüetisheer, dem Wilden Heer beherrscht wurde, waren Geister nicht nur Verbreiter von Angst und Schrecken, es gab ebenso Geister, die Gutes und Segen brachten, sowie Fruchtbarkeit fürs Land und das kommende Jahr. Man glaubte, dass die starken Winterstürme, die gerne auch mal durch den Kamin geblasen haben, diesen Segen ins Haus und zu dessen Bewohnern brachte. Daher rührt übrigens auch der Glaube, dass der Weihnachtsmann durch den Schornstein kommt, der allgemein als Geistereingang es Hauses bekannt war.
     
    Was das Bild des Weihnachtsmannes mit dem Rentierschlitten angeht, diesen Brauch haben wir den Skandinaviern zu verdanken. Dort existiert nämlich schon seit alters her eine Gestalt, die mit Rute und Nüssen die Menschen auf die lange Winterzeit vorbereitet. Dieser bärtige alte Mann stellte man sich in einem langen braunen Winterpelz mit Kapuze bekleidet vor, der mit einem Rentierschlitten durchs Land fuhr. Interessant zu erwähnen ist hier vielleicht noch, dass die Ursprünge dieser Gestalt mit grosser Wahrscheinlichkeit auf den nordischen Gott Odin zurückzuführen ist, was, wenn wir all die Traditionen näher betrachten, durchaus Sinn ergibt.

    DER SAMICHLAUS ODER NIKOLAUS
    Allerdings kommt der Samichlaus bei uns in der Schweiz nicht durch den Schornstein und auch nicht im Rentierschlitten, sondern mit seinem treuen Helfer, einem süssen Esel, aus dem Tiefen Wald, wo er während des Jahres lebt. Seinen Segen und Seine Geschenke legt er den braven Kindern in den Stiefel, der am Abend vor dem 6. Dezember vor die Tür gehängt wird, während Kinder, die nicht so brav waren leider nur eine Rute vorfinden.

    VOM SEGEN VON RUTEN UND DER BESCHERUNG
    Witzigerweise hat diese Rute in ihrem Ursprung einen überhaupt nicht negativen Hintergrund, wie wir heute vielleicht vermuten würden, denn die Rute oder das Sinnbild der Rutenschläge bringt Lebensenergie, Fruchtbarkeit und Segen. Ursprünglich wurde eine solche Rute aus Birkenzweigen gefertigt, da die Birke für Lebensenergie steht. Erst im Laufe der Zeit und mit der Christianisierung begann man die alten, heidnischen Glauben zu verteufeln und so wurde die Bedeutung der Rute von etwas anfänglich positivem zu etwas negativem umgedeutet.

    Auch dass die Bescherung heute erst um den 24. / 25. Dezember stattfindet, haben wir den Evangelen zu verdanken. Bis zum 16. Jahrhundert wurden diese nämlich vom Samichlaus, also dem Nikolaus am 6. Dezember gebracht und nicht vom Christkind. Da die Evangelen aber bekanntlich nicht so gut auf diesen „Heiligenkram“ zu sprechen waren, musste eine andere Lösung her. Da wurde aus dem Samichlaus als Geschenkebringer, eben mal das Christkind höchst persönlich zum Wohltäter. Heute teilt sich das Christkind den Platz mit dem Weihnachtsmann, der, wie wir jetzt wissen, nichts anderes ist als eine weitere Abwandlung des Samichlaus.

    Und auch wenn die christlich geprägte Version des Samichlaus heute gerne mit Bischofsmütze und Krummstab dargestellt und ausschliesslich mit dem heiligen Nikolaus von Myra in Verbindung gebracht wird, ist die Figur des Samichlaus in Wahrheit aus vielen verschiedenen und durchaus auch vorchristlich, sprich, heidnischen Elementen entstanden.

    All dies zeigt wie sehr sich der einfache christliche Volksglaube mit den ursprünglichen, noch älteren Festen Europas vermischt hat und somit zeigt es für mich auch, dass das eine das andere nicht zwingend ausschliesst, sondern sehr schön miteinander harmonisieren kann. Egal ob Wuotis (Odin), Samichlaus, Weihnachtsmann oder Christkind, alle verkörpern diese eine Gestalt, die uns Gutes will. Weshalb also seinen Segen nicht einfach dankbar annehmen, wenn wir ihm begegnen?

    Freitag, 1. Dezember 2017

    Mittwinterfeste

    Dezember 01, 2017 0 Comments
    Unzählige Traditionen und Winterbräuche haben es geschafft bis in unsere heutige Zeit zu überleben. Schon die vorchristlichen Kulturen, die Germanen Kelten und Römer haben dieser Zeit eine ungeheure Bedeutung beigemessen. Damals galt die Wintersonnenwende um den 21. Dezember, die längste Nacht des Jahres, als etwas Besonderes, das es zu feiern galt. Es war der Tag an dem die Sonne wiedergeboren wird, denn fortan würde das Licht Tag für Tag an Kraft gewinnen bis sie zur Sommersonnenwende wieder ihren Höhepunkt erreichen würde.

    Auch hier müssen wir uns der Tatsache bewusst werden, dass Mensch und Natur in früheren Zeiten eine Einheit waren, ohne die lebensspendende Kraft der Sonne war an ein Leben nicht zu denken. Kein Wunder also, dass die Sonnenwende ein freudiger Moment war, denn sie galt als Versprechen, dass das Licht und somit das Leben von nun an, wenn auch noch nicht deutlich sichtbar, wieder zurückkehren würde. Für die alten Germanen war dies deshalb die Zeit der Weihnachten, der geweihten Nächte. Im Gegensatz zum englischen Ausdruck „Christmas“, bei dem klar die Verbindung zu Christus zu erkennen ist, finden wir in der deutschen Sprache nach wie vor die ursprüngliche Meinung des Festes. Es sind die gesegneten Tage, die Zeit in der uns der Geist der geweihten Nächte, der mit der Zeit die verschiedensten Namen trug, den Segen fürs kommende Jahr bringt.

    Für die Römer galt die Sonnenwende als Fest des Sol Invictus (Unbesiegte Sonne) und bei den Skandinavier hiess das Fest ganz einfach Jul, wie in Schweden übrigens auch heute noch die Zeit der Weihnacht genannt wird. Sogar das berühmte Stonehenge in Grossbritannien ist nach dem Stand der Sonne ausgerichtet, so dass die Sonnenwende schon in früherer Zeit mit dessen Hilfe bestimmt werden konnte.

    BRÄUCHE UND TRADITIONEN ZUR WEIHNACHTSZEIT
    Nebst dem offensichtlichen Brauch der Kerzen, die das Sonnen- und Lebenslicht darstellen, ist es auch Tradition sich während dieser Zeit andere Lebenssymbole ins Haus zu holen. Für unsere von einem animistischen Weltbild geprägten Ahnen waren Bäume heilige und durchaus beseelte Wesen. Bei den Kelten zum Beispiel wurden zur Winterzeit vor allem Efeu und Mistel ins Heim gebracht um den "Segen" ins Haus zu holen. Die Germanen hingegen verehrten vor allem die immergrünen Zweige der Tannenbäume, denn sie galten als Symbol des grossen Weltenbaumes, der bei ihnen „Yggdrasil“ genannt wurde und bei den Kelten „Tree of Life“. Schon immer hatte jedes Tier, jede Pflanze, ja sogar jeder Stein seine ganz eigene Seele oder besser gesagt (Lebens-)Energie. Kein Wunder also, holte man sich zu bestimmten Festen diese ganz besondere Energie ins Haus, oder brauchte für jeden Zauber, der gewebt werden sollte, ein ganz spezielles Kraut.

    Allerdings sind wir uns wohl durchaus bewusst, dass nicht jede Tradition seine ursprüngliche Form beibehalten hat. Viele wurden verändert, versteckt unter einem christlichen Mantel, oder sonst wie für die moderne Welt angepasst. Sich den Weihnachtsbaum ins Haus zu holen zum Beispiel und ihn mit Äpfeln zu behängen, wurde Belegen zufolge erst im Jahre 1600 durch die Christliche Kirche bekannt, die die alten heidnischen Bräuche damit unterbinden wollten - was, wie man heute sieht, jedoch nur bedingt gelang. Der Adventskranz hingegen trägt diese ursprüngliche Symbolik viel eher mit sich. In ihm sind die immergrünen Zweige mit dem Lebenslicht in einem Kreis verbunden, ein Symbol, dass den Ewigen Kreislauf von Leben, Tod und Wiedergeburt darstellt.

    Während der nächsten Wochen werde ich immer mal wieder von den vielen Winterbräuchen erzählen, die wir heute noch kennen und auch über das eine oder andere  fast Vergessene. Habt einen zauberhaften Start in den Dezember.