Mittwoch, 31. Januar 2018

Imbolc: Winterblues ade durch mehr Achtsamkeit

Januar 31, 2018 2 Comments
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Imbolc, auch bekannt als Lichtmess, Oimelc, oder Tag der Brigid, ist das Fest des jungen Lichtes, das zur Wintersonnenwende wiedergeboren wurde und nun immer mehr an Kraft gewinnt. Auch wenn wir erst kleine Anzeichen erkennen, wie die ersten Schneeglöckchen und Krokusse, die unter dem noch harten Winterkleid hervorblicken, so geschieht tief in der Erde schon eine ganze Menge an Vorbereitung für den Frühling.

Die Tage werden länger,  an den Birken zeigen sich teilweise schon die ersten Knospen, man hört die Vögel wieder vermehr zwitschern und die Tage werden schon spürbar länger. Imbolc ist ein Fest des Neuanfangs, der Reinigung und der Planung.Jetzt ist die Zeit, in der wir den Samen Pflanzen für all das, was wir dieses Jahr bewerkstelligen wollen.

Vielerlei Bräuche zu diesem Fest haben bis in die heutige Zeit überlegt. So ist es vielerorts Brauch Karneval zu feiern, denn auch wenn nur noch die wenigsten heutzutage die wahre Bedeutung des Karnevals kennen, reichen dessen Wurzeln bis in die keltische Zeit zurück. Der ursprüngliche Karneval war dazu gedacht mit viel Lärm und unheimlichen Masken die Wintergeister auszutreiben, damit der Frühlig Einzug halten konnte. Bei uns in der Schweiz nennen wir diesen Brauch Fasnacht und mancherort, wie zum Beispiel im Lötschtal erkennt man noch sehr gut dessen ursprünglichen Zweck (Video zur sogenannten Tschäggättä im Lötschtal). Ein ähnlicher, etwas weniger ungestümer Brauch, ist das sanfte Wecken der Bäume, indem man an deren Stamm klopft, ihnen Segenswünsche zuflüstert und um ein gutes Jahr bittet - denn ja, sie verstehen uns schon, keine Angst. Zum Tag der Brigid ist es in Irland ausserdem Brauch aus Binsen geflochtene St.-Brigids-Kreuze anzufertigen, die das Jahr über Glück bringen sollen.

KAMPF DEM WINTERBLUES MIT MEHR ACHTSAMKEIT IM ALLTAG
Imbolc ist für mich das einzige Jahreskreifest, bei dem ich jedes Jahr aufs Neue ziemlich Mühe habe mich drauf einzustimmen.Grundsätzlich läuft Imbolc bei mir noch sehr gemächlich ab, das Fest selbst feiere ich im Ruhigen, mit einer weissen Kerze, entspanne mich dabei und schreibe mir Ideen auf, die ich dieses Jahr verwirklichen möchte. Für ausgelassene Jahreskreisfeiern ist später im Jahr noch Zeit, hier lasse ich mich noch von der Schläfrigkeit der Natur leiten.

Die ersten beiden Monate nach dem Neujahrsfeier bin ich einerseits gespannt auf das, was das neue Jahr bereithält, andererseits bin ich auch immer ein wenig träge, sodass mir im Januar und Februar kaum zum Feiern zumute ist. Man kann sagen, in diesen beiden Anfangsmonaten packt mich dann doch ein wenig der Winterblues und um dem entgegenzuwirken, habe ich mir ein paar Tricks angeeignet.
Affirmationen 
Was wir denken beeinflusst stark unseren Alltag. Affirmationen (lat. affirmatiō für „Versicherung, Beteuerung“)sind bewusst formulierte positive Gedanken und Sätze, die uns helfen sollen unsere Ziele und Wünsche zu erreichen. Ich nehme mir dafür jeden Morgen 2-3 Minuten Zeit um meine Affirmationen zu visualisieren. Dabei ist es wichtig, Negationen zu vermeiden. Also zum Beispiel anstatt: "Ich werde nicht krank" zu sagen, "Ich bin/bleibe/werde gesund." Affirmationen lassen sich wunderbar zu Imbolc mit einbinden, da sie das Schmieden unserer Pläne positiv unterstützen.
 
Meditative Spaziergänge
Für stille Meditationen bin ich persönlich nicht so der Typ, denn das gelingt mir nur höchst selten. Was mir hingegen mehr entspricht sind Gehmeditationen, vor allem in der Natur. Zur Zeit um Imbolc gibt es ausserdem ganz viel Interessantes zu entdecken – die ersten Blüten, die das erste Vogelgezwitscher und, mit etwas Glück, zum Teil auch schon wieder die ersten wärmeren Sonnenstrahlen auf der Haut.

Massagen oder ein Besuch im Hamam

Während der Sommermonate finde ich es immer einfacher meinen Körper zu spüren. So viele sinnliche Möglichkeiten, die sich uns anbieten. Im Winter ist das oft etwas anders, grundsätzlich empfinde ich die dunkle Zeit immer mehr als Zeit der inneren Porzesse. Mehr schlafen, ausruhen, mehr Kopfarbeit - bei mir kommt da der körperliche Aspekt teilweise fast etwas zu kurz. Umso wichtiger ist es sich bewusst Zeit zu nehmen seinem Körper etwas Gutes zu tun, wie zum Beispiel eine Massage, oder einen Besuch im Hamam.

Wie feiert ihr Imbolc und was macht ihr, wenn euch der Winterblues packt?


Habt ein gesegnetes Fest. ❤

Samstag, 27. Januar 2018

So zauberst du Erkältungen weg

Januar 27, 2018 4 Comments




Hallo ihr Lieben,

Vor Kurzem hatte ich schon mal darüber berichtet, wie ich mein Immunsystem auf natürliche Weise intakt halte. Manchmal allerdings erwischt es uns trotzdem und deshalb werde ich in diesem Artikel darüber berichten, was ich tue um Erkältungen auf möglichst natürliche Weise loszuwerden.

Als erstes müssen wir uns bewusst werden, dass Erkältungen nicht nur schlecht sind, denn sie sind wichtige Indikatoren dafür, dass unser Körper Ruhe braucht um wieder zu Kräften zu finden. Klar sie können sehr unangenehm werden, wir fühlen uns schwach, unser Kopf fühlt sich „verstopft“ an und womöglich haben wir auch noch Gliederschmerzen – kurz, es geht und ziemlich scheisse (oh pardon).

Auf der anderen Seite jedoch ist es wichtig für den Körper sich ab und an Mal gegen eine Erkältung wehren zu müssen, zumindest für Menschen, die nicht an einer Erkrankung leiden oder sich einem Zustand befinden, für den schon die kleinste Erkältung lebensgefährlich wird. Schon klar, dass dies dann nochmals ganz andere Voraussetzugen sind. Für einen sonst gesunden Menschen jedoch ist es ab uns zu gut, sich gegen Krankheiten wehren zu müssen. Es erlaubt ihm Antikörper zu bilden, er wird gefordert sich zu schützen und das ist gut, auch wenn es für uns unangenehm ist.

RUHE FÜR DEINEN KÖRPER
Heute sind wir es oft gewohnt eine kleine Tablette zu nehmen und schon spürt man nichts oder fast nichts mehr. Doch genau da liegt das Problem, denn anstatt dem müden und erschöpften Körper die Ruhe zu gönnen, die er eigentlich bräuchte um wieder gesund zu werden, spüren wir seine Bedürfnisse nicht mehr und wir leben unser Leben als ob wir gesund wären. Wir glauben immer zu 100% Leistungsfähig sein zu müssen, doch das ist einfach unnatürlich!

Deshalb ist es wichtig auf seinen Körper zu hören um zu wissen, wann er was benötigt. Schmerzen sind nicht einfach nur da um uns zu nerven, sie sind ein wichtiger Indikator, der uns zeigt, dass etwas nicht stimmt und er weist uns darauf hin was der Körper braucht. Im diesem Fall ist es ganz einfach Ruhe und Zeit. Also tut euch selbst den Gefallen und gönnt eurem Körper die benötigte Ruhe und pflegt euch. Hier ein paar meiner altbewährten Hausmittel, die eure Entspannung und Heilung des Körpers unterstützen.

HEILTEE UND INFUS
Wenn ich von Heiltee spreche ist das eigentlich nicht ganz korrekt. Der Tee in seiner Ursprünglichen Form nämlich beschreibt einen Infus, der auf der Verwendung der Teepflanze basiert. Ein Richtiger Tee wäre somit der Schwarztee, Grüntee oder Weisse Tee, da alle drei aus derselben Pflanze gewonnen werden. Richtigerweise sollten Aufgüsse aus Kräutern und weiteren Pflanzenteilen wie Wurzeln, Beeren usw. demnach eher als Infus, statt als Tee bezeichnet werden. Doch das nur als Kleinigkeit am Rande.

Bei einer beginnenden Erkältung greife ich demnach zu aller erst zu einem Infus. Vorzugsweise zu solche, die leicht schweisstreibend und antibakteriell wirken wie zum Beispiel ein Infus aus Salbeiblättern. Einen richtigen Infus bereitet man folgendermassen vor:

Man rechnet dafür etwa 2-4g Droge (also eben zum Beispiel Salbeiblätter, natürlich keine Drogen im Sinne von Rauschmitteln...) auf 150ml Wasser. Ein Infus wird in der Regel 10-15 Minuten abgedeckt ziehen gelassen, bevor er die benötigten Wirkstoffe entfalten kann, danach wird er noch im warmen Zustand getrunken.

Salbei: Wie schon erwähnt hat Salbei eine leicht schweisstreibende und antibakterielle Wirkung, weshalb er ein hervorragender Unterstützer im Bereich eines entzündeten Rachens und der Mandeln macht. Gleichzeitig hilft er uns dabei, den Krankheitserreger herauszuschwitzen, was uns besonders beim Anflug einer Erkältung zu Gute kommt.
Vorsicht: Schwangere sollten gänzlich auf  die Einnahme Salbei verzichten da die in ihm enthaltenen Tannine eine zusammenziehende Wirkung auf den Uterus haben und somit zu frühe Kontraktionen auslösen können. Auch während der Stillzeit sollte man keinen Salbei zu sich nehmen, da er die Milchbildung hemmt. Zum gurgeln jedoch oder zur äusseren Anwendung kann der Salbei natürlich auch während der Schwangerschaft verwendet werden.

Thymian:Wirkt schleimlösend und eignet sich daher hervorragend bei festsitzendem Husten aber wirkt auch wunderbar bei einer verstopfen Nase. Für die Nasenspühlung ganz einfach Thymian-Auszug mit etwas Kochsalzlösung vermischen und in die Nase träufeln.


Ingwer: Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Ingwer. Er ist bekannt für seine wohltuende Wirkung bei Übelkeit und Verdauungsbeschwerden, doch auch bei Erkältungen ist der Ingwer nicht zu verachten. Seine leichte Schärfe wärmt uns von innen heraus und seine entzündungshemmende Wirkung macht der Erkältung den Garaus.

Wichtig: Auch hier ist während der Schwangerschaft Vorsicht geboten, denn Ingwer kann kontraktionsfördernd wirken. Wer während der Schwangerschaft trotzdem nicht auf den Ingwer verzichten möchte, sollte diesen Wunsch erst mit dem Arzt besprechen (was beim einnehmen von natürlicher Medizin während der Schwangerschaft ohnehin zu empfehlen ist!)

WÄRMEZUFUHR (HEILBÄDER/-DUSCHEN  & WICKEL
Nicht nur innerlich, auch äusserlich kann man sich während einer Erkältung etwas Gutes tun und seine Abwehrkräfte beim Kampf gegen die Krankheit unterstützen.

Heilbäder
Ein warmes Bad hilft uns dabei die Durchblutung zu fördern und entspannt gleichzeitig die Muskulatur wodurch Gliederschmerzen nachlassen. Das warme Bad imitiert zudem ein kleines, künstlicher Fieber was unseren Körper dazu anregt sein Immunsystem anzukurbeln.

Doch vorsicht, auch das will richtig gemacht sein. Das Badewasser sollte nicht wärmer als 38°C sein, alles andere kann unseren Kreislauf negative beeinflussen. Auch von der Dauer her ist ca eine Viertelstunde bis 20 Minuten ratsam. Was die Badezusätze angeht, auch hier kann ich Thymianöl empfehlen, aber auch Eukalyptusöl ist sehr beliebt. 

Wichtig: Bei fiebrigen Erkältungen oder Erkältungen die schon so weit fortgeschritten sind, dass man sich total schwach fühlt, sollte man aufpassen oder gar ganz auf Erkältungsbäder verzichten, da sie den Kreislauf ganz schön "ins Schwitzen" bringen können... (Achtung doofer Wortwitz!)


Wechselbad/ - dusche
Auch gesund für unseren Körper ist ein Wechselbad oder eine Dusche. Die Abwechslung von warm auf kalt und umgekehrt regt unseren Kreislauf an und unterstützt so die eigenen Heilkräfte. Bei Wechselbädern sollte man darauf achten, dass zischen warm und kalt gewechselt wird und nicht zwischen heiss und kalt.Beenden sollte man das Wechselbad mit kaltem Wasser.


Fussbad
Füsse warm halten! Nase und Füsse sind erstaunlich eng miteinander verbunden, auch wenn das rein physiologisch gar nicht so aussieht. Füsse sind für uns oftmals einfach die Dinger, die da unten sind, weit weg vom Kopf. Wenn wir jedoch an den Füssen frieren müssen wir auch mit einer darauffolgenden Erkältung rechnen. Deshalb kann ein Fussbad nicht schaden.

Wickel
Jeder kennt wohl die berühmten Zwiebel-, Essig- oder Kartoffelwickel bei Erkältungen, obwohl ich zugeben muss, dass ich kein grosser Fan von Zwiebelwickeln bin, viel mehr berufe ich mich da auf Thymianwickel. Sein Duft ist für mich persönlich einfach viel angenehmer und er ist genauso wirksam wie die Zwiebel. Feucht-heisse Thymian-Kompressen haben also eine positive Wirkung auf unsere Abwehrkräfte, da seine darin enthaltenen ätherischen Öle hemmend auf Bakterien wirken und er unseren Organismus wärmt. 

Natürlich gibt es noch weitere Methoden sich bei Erkältungen zu heilen. Ich kann zum Beispiel auch Tiger Balm, Heilerde und Fango wärmstens empfehlen. Leider wurde das aber den Rahmen dieses Blogposts sprengen. Wer sich dafür interessiert kann gerne den Links folgen und einiges an Wissenswertem auf den dazu vorgesehenen Seiten finden.

Fassen wir also nochmals zusammen: Mit genügend Ruhe, Flüssigkeitszufur und Wärme geben wir dem Körper genau das was er braucht um wieder gesund zu werden. Sollten wir uns nach 3-4 Tagen noch kein bisschen besser, oder sogar noch schlechter fühlen als die Tage zuvor, sollte allerdings ein Arzt aufgesucht werden, denn dann kann es auch sein, dass mehr als nur eine einfache Erklältung dahinter steckt.

In diesem Sinne hoffe ich, dass ihr gesund bleibt und falls nicht, dass euch die hier erwähnten Tipps helfen bald wieder gesund zu werden.

Donnerstag, 4. Januar 2018

Go Green - wie du deine Haarkur selbst herstellen kannst

Januar 04, 2018 0 Comments
Ihr Lieben, ich hoffe seid alle gut ins neue Jahr gerutscht. Wie noch im alten Jahr angekündigt (lies den Text dazu), werde ich in diesem Jahr weniger, vor allem aber bewusster und sinnvoller konsumieren. Dazu gehört für mich auch möglichst nachhaltig zu leben und, wenn möglich, Konsumgüter selbst herzustellen.

Da mein Haar gerne trocken wird, braucht es von Zeit zu Zeit eine feuchtigkeitsspendende Haarmaske. Ich kannte von früher schon selbstgemachte Haarmasken mit Eigelb und Olivenöl, die mein naturblondes Haar mit Feuchtigkeit verorgt haben. Der heilige Gral war es allerdings nicht, obschon ich eine Verbesserung spürte.Als ich später, dank meiner Mitbewohnerin, ein neues Rezept kennenlernte, war ich allerdings wirklich sehr begeistert. Meinem Haar hat das definitiv geholfen und deshalb will ich euch dieses Rezept auch nicht vorenthalten.  Los geht's mit dem ersten Rezept für eine feuchtigkeitsspendende Haarkuur.

Dafür braucht ihr folgende Zutaten:
  • 1/2 Avocado (1 ganze Avocado für lange Haare)
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Honig
  • Saft einer halben Zitrone
  • (Eventuell eine halbe Banane)
Eine grosse Anleitung dazu kann ich euch nicht geben, da die ganzen Zutaten ganz einfach vermischt werden müssen. Danach wird die Kur möglichst regelmässig im Haar verteilt und sollte für etwa eine halbe Stunde oder sogar etwas länger zum Einziehen auf dem Haar bleiben. Danach wird das ganze gründlich abgespült. Bei sehr trockenem Haar kann die Kur wöchentlich wiederholt werden, ansonsten jedoch reicht alle zwei Wochen bis einmal im Monat, je nach Bedürfnis.

Ihr Lieben, es ist schon wieder Donnerstag und ich hoffe ihr habt die Woche bisher ganz gut überstanden.Wenn ihr einen Grund braucht um euch was Gutes zu tun, dann habt ihr ihn durch diesen Blogpost gefunden. Probiert es aus und macht euch einen schönen Abend. Verwöhnt euch mal so richtig. Euer Körper wird es euch danken.

Habt eine schöne Restwoche und vergesst nicht: Stay weird. Stay wild. - Eure Nicky